Am 27. März begrüßte Ines von Müller, Geschäftsführerin der Gebäude- und Grundstücksverwaltungs-GmbH Werdau, Verbandsdirektor Alexander Müller in der Geschäftsstelle unseres Mitgliedsunternehmens. Anlass des Treffens war unter anderem die Insolvenz der Vivet-Gruppe, die auch Wohnungsbestände in Werdau und im nahegelegenen Crimmitschau hält. Dort war ein ehemaliges kommunales Wohnungsunternehmen einst durch die Stadt an Vivet verkauft worden.

Im Gespräch ging es um mögliche Wege zur Stabilisierung der betroffenen Bestände – vor allem aber um die Frage, wie sich künftig verhindern lässt, dass sozial verantwortliche Wohnungsunternehmen überhaupt in solche Krisen geraten. Denn genau darin liegt das Kernproblem: Der Verkauf kommunaler oder sozial orientierter Bestände an renditegetriebene Akteure birgt erhebliche strukturelle Risiken.

Nötig sind deshalb gezielte Unterstützung, auch rechtlicher Art, mehr Augenmaß bei politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen und klare Leitplanken, um solche Entwicklungen künftig auszuschließen. Der Verband wird hierzu eine Arbeitsgruppe einsetzen, die gemeinsam mit unseren Mitgliedsunternehmen – den fairen Vermietern – konkrete Ideen und Lösungsansätze erarbeitet.

Die sozial verantwortliche Wohnungswirtschaft ist ein unschätzbarer Wert – für alle Menschen, insbesondere diejenigen mit geringem Einkommen, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die positive Entwicklung unserer Städte.